SPIELORTE IN ALTENBURG

Markt 23 Heiligabend 1890 kaufte Marianne Cohn den Laden am Markt 23 vom Kaufmann Josef Stein, der dort bis dahin eine seiner zwei Filialen des Geschäfts „Richard Schlesinger Nachf.“ geführt hatte. Bis 1897 war hier der erste Laden der Cohn-Schwestern ansässig. Im Geschäft „M. Cohn“ bzw. ab 1891 „M. & S. Cohn“ wurden Putzwaren, Wäsche, Modewaren, Damenkonfektion und Manufakturwaren verkauft. Noch bis vor einem Jahr wurden die Räumlichkeiten als Apotheke genutzt. Unter dem Schriftzug „Apotheke am Markt“ an der weißen Fassade des Hauses kann man durch ein großes Sprossenfenster und eine Schiebetür in den ehemaligen Verkaufsraum sehen. Das Stück „Cohn Bucky Levy – Der Verlust“ wird am Markt 23 beginnen. Für die Inszenierung wird im Verkaufsraum und aus den Fenstern des Hauses, sowie auf Bürgersteig vor dem Gebäude gespielt. Eine Abendkasse zu allen Vorstellungen wird in der Tourist-Information am Markt eingerichtet. Paul-Gustavus-Haus Die erste gemeinsame Wohnung des Ehepaares Albert und Franziska Levy befand sich in der Wallstraße 29 – im Paul-Gustavus-Haus. 1914 zog das Paar zu zweit in die Wohnung ein. Als sie acht Jahre später wieder auszogen, waren sie zu sechst: Hans, Ruth, Lore und Lotte waren in der Zwischenzeit geboren worden. Heute kümmert sich der Förderverein Zukunftswerkstatt Paul-Gustavus-Haus Altenburg e. V. um die Nutzung und stückweise Instandsetzung des Gebäudes. Die Fassade des Hauses ist ebenso aufwändig verziert wie die Räumlichkeiten im Innern. Im Erdgeschoss ist ein Café eingerichtet, in den oberen Etagen befinden sich eine Bibliothek aus gesammelten Büchern sowie etliche derzeit ungenutzte Räume. Während die Fassade restauriert und der Café-Bereich durch seine Nutzung belebt ist, erstreckt sich über den Rest des Hauses und das gesamte Gelände der morbide Charme der Vergangenheit. Durch Kunstinstallationen im Haus werden weitere Erfahrungsräume geöffnet. All diese Räumlichkeiten werden im Stück bespielt. Zudem bietet das Kellergeschoss eine besondere Atmosphäre, die ebenfalls in die Inszenierung mit eingebunden werden soll. Über den Innenhof gelangt man zu einer kleinen Halle im Hinterhaus. Auch dort sollen Szenen dem Publikum präsentiert werden. Als Partner im Projekt „Cohn Bucky Levy – Der Verlust“ eröffnet das Paul-Gustavus-Haus auch schon vor der Premiere am 20. Mai Möglichkeiten, sich mit der Entwicklung des Theaterstückes, der Geschichte des Hauses und den Themen des Projektes auseinanderzusetzen. So laden ab Mitte April beispielsweise jeden Sonntag von der Premiere die beteiligten Künstlerinnen und Künstler zu Werkschau und Vorträgen ein. Sporenstraße Der Laden „M. & S. Cohn“ entwickelte sich in den Gebäuden der Sporenstraße zum erfolgreichen Kaufhaus. 1898 zog das Geschäft in die Sporenstraße 2. Das Sortiment wurde mehr und mehr ausgebaut, sodass eine Geschäftserweiterung nötig wurde und zwischen 1908 und 1930 nach und nach die Sporenstraße 3, 6, 4 und 5 hinzugekauft wurden. 1912 wurden die Erdgeschosse der Sporenstraße 2 und 3 verbunden. Ab 1927 gab es zudem einen Durchbruch zur Sporenstraße 4. Die Räume in der Sporenstraße 5 und 6 wurden separat genutzt. 1930 waren noch weitere Umbaumaßnahmen angedacht, die soweit gingen, die Häuser der Sporenstraße 4 bis 6 komplett neuzubauen. Die in dieser Zeit herrschende wirtschaftlich unübersichtliche Lage führte dazu, dass diese Pläne zurückgestellt wurden. Im Zuge der Arisierung verlor die Familie das Geschäft und die Räumlichkeiten. Heute befinden sich in den ehemaligen Kaufhausräumen verschiedene Geschäfte, wie eine Filiale der Telekom, Ernsting’s family oder Adler. An der Sporenstraße 3 sind Stolpersteine für Albert und Franziska Levy sowie Marianne und Sally Bucky eingelassen.
Gefördert durch die
Eine Produktion von Theater & Philharmonie Thüringen                                               In Kooperation mit

Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen GmbH (TPT) ist ein fusioniertes Theater mit insgesamt acht Spielstätten in Altenburg und Gera. Das einzige Fünf-Sparten-Haus Thüringens wird getragen von den Gesellschaftern Stadt Gera, Landkreis Altenburger Land und Stadt Altenburg und erhält Zuwendungen durch den Freistaat Thüringen. Die Sparten Schauspiel, Musiktheater, Puppentheater, Ballett und Orchester bestreiten im Jahr ca. 800 Vorstellungen mit rund 140 000 Zuschauern. TPT beschäftigt derzeit um die 300 Mitarbeiter aus 26 Nationen weltweit. Die Sparte Schauspiel ist vornehmlich in Altenburg beheimatet und hat daher einen hohen Stellenwert für die Stadt. Das Theaterhaus in Altenburg hat im großen Saal Platz für ca. 400 Zuschauer, die kleine Spielstätte „Heizhaus“ bietet rund 100 Zuschauern Platz.

Jaffa Theatre

Das Jaffa Theater ist die dynamische und kreative Partnerschaft zwischen Menschen, Kulturen und Sprachen. Es ist im Herzen der Altstadt Jaffas beheimatet, einer der belebtesten und modernsten Stadtteile Tel-Aiv-Yaffas. Inspiriert sowohl von Moderne als auch Tradition, arbeiten hebräisch und arabisch sprechende Künstler_innen gemeinsam miteinander als Schauspieler_innen, Regisseur_innen und Autor_innen. Gegründet wurde das Theater 1998 und hat seinen Sitz in einem historischen Gebäude direkt am Meer. Das Jaffa Theater teilt seine Geschäftsräume und Leitlinien mit dem Arab Al Saraya Theater. Die beiden Theatergesellschaften arbeiten voneinander unabhängig und  stehen dabei doch in freundschaftlicher Verbindung und Kooperation miteinander. So gibt es sowohl unabhängige Theaterproduktionen als auch Koproduktionen beider Theater. Die Theaterproduktionen werden in der Regel in Hebräisch und Arabisch, sowie in einigen Fällen mit englischen Untertiteln aufgeführt.

SPIELORTE

Markt 23 Heiligabend 1890 kaufte Marianne Cohn den Laden am Markt 23 vom Kaufmann Josef Stein, der dort bis dahin eine seiner zwei Filialen des Geschäfts „Richard Schlesinger Nachf.“ geführt hatte. Bis 1897 war hier der erste Laden der Cohn- Schwestern ansässig. Im Geschäft „M. Cohn“ bzw. ab 1891 „M. & S. Cohn“ wurden Putzwaren, Wäsche, Modewaren, Damenkonfektion und Manufakturwaren verkauft. Noch bis vor einem Jahr wurden die Räumlichkeiten als Apotheke genutzt. Unter dem Schriftzug „Apotheke am Markt“ an der weißen Fassade des Hauses kann man durch ein großes Sprossenfenster und eine Schiebetür in den ehemaligen Verkaufsraum sehen. Das Stück „Cohn Bucky Levy – Der Verlust“ wird am Markt 23 beginnen. Für die Inszenierung wird im Verkaufsraum und aus den Fenstern des Hauses, sowie auf Bürgersteig vor dem Gebäude gespielt. Eine Abendkasse zu allen Vorstellungen wird in der Tourist-Information am Markt eingerichtet. Paul-Gustavus-Haus Die erste gemeinsame Wohnung des Ehepaares Albert und Franziska Levy befand sich in der Wallstraße 29 – im Paul- Gustavus-Haus. 1914 zog das Paar zu zweit in die Wohnung ein. Als sie acht Jahre später wieder auszogen, waren sie zu sechst: Hans, Ruth, Lore und Lotte waren in der Zwischenzeit geboren worden. Heute kümmert sich der Förderverein Zukunftswerkstatt Paul-Gustavus-Haus Altenburg e. V. um die Nutzung und stückweise Instandsetzung des Gebäudes. Die Fassade des Hauses ist ebenso aufwändig verziert wie die Räumlichkeiten im Innern. Im Erdgeschoss ist ein Café eingerichtet, in den oberen Etagen befinden sich eine Bibliothek aus gesammelten Büchern sowie etliche derzeit ungenutzte Räume. Während die Fassade restauriert und der Café-Bereich durch seine Nutzung belebt ist, erstreckt sich über den Rest des Hauses und das gesamte Gelände der morbide Charme der Vergangenheit. Durch Kunstinstallationen im Haus werden weitere Erfahrungsräume geöffnet. All diese Räumlichkeiten werden im Stück bespielt. Zudem bietet das Kellergeschoss eine besondere Atmosphäre, die ebenfalls in die Inszenierung mit eingebunden werden soll. Über den Innenhof gelangt man zu einer kleinen Halle im Hinterhaus. Auch dort sollen Szenen dem Publikum präsentiert werden. Als Partner im Projekt „Cohn Bucky Levy – Der Verlust“ eröffnet das Paul-Gustavus- Haus auch schon vor der Premiere am 20. Mai Möglichkeiten, sich mit der Entwicklung des Theaterstückes, der Geschichte des Hauses und den Themen des Projektes auseinanderzusetzen. So laden ab Mitte April beispielsweise jeden Sonntag von der Premiere die beteiligten Künstlerinnen und Künstler zu Werkschau und Vorträgen ein. Sporenstraße Der Laden „M. & S. Cohn“ entwickelte sich in den Gebäuden der Sporenstraße zum erfolgreichen Kaufhaus. 1898 zog das Geschäft in die Sporenstraße 2. Das Sortiment wurde mehr und mehr ausgebaut, sodass eine Geschäftserweiterung nötig wurde und zwischen 1908 und 1930 nach und nach die Sporenstraße 3, 6, 4 und 5 hinzugekauft wurden. 1912 wurden die Erdgeschosse der Sporenstraße 2 und 3 verbunden. Ab 1927 gab es zudem einen Durchbruch zur Sporenstraße 4. Die Räume in der Sporenstraße 5 und 6 wurden separat genutzt. 1930 waren noch weitere Umbaumaßnahmen angedacht, die soweit gingen, die Häuser der Sporenstraße 4 bis 6 komplett neuzubauen. Die in dieser Zeit herrschende wirtschaftlich unübersichtliche Lage führte dazu, dass diese Pläne zurückgestellt wurden. Im Zuge der Arisierung verlor die Familie das Geschäft und die Räumlichkeiten. Heute befinden sich in den ehemaligen Kaufhausräumen verschiedene Geschäfte, wie eine Filiale der Telekom, Ernsting’s family oder Adler. An der Sporenstraße 3 sind Stolpersteine für Albert und Franziska Levy sowie Marianne und Sally Bucky eingelassen.